2010 bis heute

2019: Die gGmbH feiert 40-jähriges Jubiläum

Ein Treffen derzeitiger und ehemaliger Führungskräfte sowie Verwaltungsratsmitglieder im Kloster Langwaden war der Anlass, um auf 40 Jahre gGmbH der Grevenbroicher Werkstätten für Menschen mit Behinderung zurückzublicken. Im Kreise einer der früheren Leiter der 1965 gegründeten Werkstatt für behinderte Menschen, Hardy Wirtz (86), stellt Wilfried Moll, Geschäftsführer der heutigen VARIUS Werkstätten, deutliche Veränderungen der Rahmenbedingungen für die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte fest. „Art und Schweregrad der Einschränkungen und Behinderungen der Mitarbeiter haben sich verändert. Waren es früher fast ausschließlich geistige Behinderungen, kommen heute Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder schweren und mehrfachen Behinderungen hinzu, denen wir durch eine gewisse Vielfalt an Arbeits- und Betreuungsangeboten gerecht werden können“, so Moll. Er betont die Bedeutung des Trägers der Werkstätten, die Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss e.V., die damit auch die Verantwortung für einen der wesentlichen Lebensbereiche der Menschen mit Behinderung übernimmt: die Teilhabe am Arbeitsleben. Die Arbeit in einer Werkstatt in Nordrhein-Westfalen sei eine besondere Herausforderung für die Betriebe und gleichzeitige Verpflichtung gegenüber schwerstmehrfach behinderter Menschen. Dieser stellten sich die VARIUS Werkstätten seit Jahrzehnten, so der Geschäftsführer.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, seit 29 Jahren Mitglied im Verwaltungsrat der VARIUS Werkstätten, unterstreicht die soziale Bedeutung der Arbeit für Menschen mit Behinderung: „Die Menschen werden beschützt, aufgefangen und sozial integriert – das ist in unserer komplexer werdenden Gesellschaft sehr wichtig und zukunftsweisend“, so Petrauschke. Das hohe Ansehen der VARIUS Werkstätten sei verdient und Ausdruck von großem Engagement für gesellschaftliche Teilhabe. Einig sind sich alle Anwesenden darin, dass „alte“ Werte – wie Passion, Mitgefühl, Fürsorge und Förderung – mit neuen Anforderungen der Inklusion, Effizienz und Transparenz verknüpft werden müssen und können.

30. August 2015 – 50 Jahre Werkstatt – Jubiläum und Namensänderung

Tausende Besucher feiern das 50-jährige Bestehen der WFB Hemmerden bei strahlendem Sonnenschein

Die monatelangen Vorbereitungen haben sich gelohnt: Die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der WFB Hemmerden war ein voller Erfolg. Hochsommerliche Temperaturen sowie viele große und kleine Attraktionen haben dafür gesorgt, dass mehrere tausend Besucher nach Hemmerden gekommen sind und gemeinsam ein halbes Jahrhundert Werkstattleben gefeiert haben.

Locker und souverän führten Geschäftsführer Wilfried Moll und der Vorsitzende des Werkstattrats, Reimund Hausmann durch den offiziellen Teil des Jubiläums. Neben Ehrungen langjähriger Mitarbeiter und Grußworten von Vertretern der Politik oder der Landes- und Bundesvereinigung Lebenshilfe war die Bekanntgabe des neuen Namens und Logos der Werkstatt: Aus der WFB Hemmerden werden in Zukunft die VARIUS Werkstätten. Die bühnenwirksame Enthüllung des Namens durch Mitarbeiter und Angestellte, untermalt mit Lichtshow und Fanfare, war eines der Highlights der gesamten Feier.

Auch danach wurde den geschätzt 5000 Besuchern sowohl auf der Bühne als auch auf dem gesamten Gelände der Werkstatt ein abwechslungsreiches Programm geboten. Zahlreiche Spielstationen, die Tombola mit hochwertigen Preisen, Präsentationen der einzelnen Betriebsstätten, Grillstände und – an so einem heißen Tag besonders wichtig – Getränkepavillons lockten über den Tag verteilt immer wieder neue Gäste auf die Winzerather Straße. Große Besuchertrauben bildeten sich rund um Trainerlegende Jupp Heynckes, der gut gelaunt mehr als 1 ½ Stunden für Autogramme und Selfies bereit stand. Auch Borussia-Maskottchen „Jünter“, der ebenfalls vor Ort war, wurde von zahlreichen kleinen und großen Fans umringt. Der Auftritt des Chors der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss „Mittendrin“ wurde genauso bejubelt wie die Band „Workshop“ der Lebenshilfe Heinsberg, die „SquareCompany Düsseldorf“ ermunterte erfolgreich zum Mitmachen auf der Bühne, auch eine Zaubershow und verschiedene Tanzgruppen konnten die Zuschauer für sich gewinnen. Ausgelassene Stimmung verbreiteten zum Abschluss die „RABAUE“, die mit vollem Einsatz eine zweistündige Bühnenshow ablieferten.

„Es war ein unvergesslicher Tag, das zeigen mir auch die vielen Glückwünsche und positiven Rückmeldungen der Besucher. Ich bedanke mich sehr herzlich bei den vielen Menschen, die dieses Jubiläumsfest möglich gemacht und sich unermüdlich engagiert haben“, sagt Geschäftsführer Wilfried Moll.

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2013: Ausbau des Heilpädagogischen Arbeitsbereichs

Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an geeigneten Räumlichkeiten für schwerst-mehrfachbehinderte Mitarbeiter wurde im Jahr 2013 eine Erweiterung des heilpädagogischen Arbeitsbereichs der Werkstatt begonnen. Zum Jahresende 2013 konnte die Erweiterung der Räumlichkeiten um zwei Gruppenräume mit zugehörigen Pflegebädern abgeschlossen werden und der neue Bereich eröffnet werden.